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Die Rheinphalz

Landau: Konzert des Duo Incantare
Einen glanzvollen Schlusspunkt unter die Konzerte der Pfälzischen Musikgesellschaft in diesem Jahr setzten Jens Bohms, Querflöte, und Michael Kaulartz, Fagott, als Duo Incantare in der Protestantischen Kirche Nußdorf. In dieser durchaus außergewöhnlichen Kombination von höchstem und tiefsten Holzblasinstrument gelangen den beiden aus Kandel und Landau stammenden Musikstudenten aus Frankfurt und Mannheim außergewöhnliche Darbietungen der Klassik und des 20. Jahrhunderts.

Schon mit dem Duo Op. 17 des Deutsch-Franzosen Michel Joseph Gebauer ließen die beiden durch perfekte aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel aufhorchen. Ein erster besonderer Höhepunkt wurden dann die Sept Impromptus des insbesondere für die Blasinstrumente prädestinierten Franzosen Jean Francaix. In immer neuen Facetten stellten die sympathischen Künstler alle klanglichen Möglichkeiten ihrer Instrumente und deren Klangverbindung dar. Überzeugend wie sich die Instrumente ablösten, beindruckend wie alle Register von den tiefsten Lagen des Fagott über fünf Oktaven bis zu den höchsten Tönen der Querflöte angenehm klangvoll-abwechslungsreich ausgefüllt wurden, frappierend mit welcher Virtuosität vor allem im Vivace beide Instrumente Höchstschwierigkeiten meisterten.
Dermaßen warm gespielt war es für die nicht wenigen, begeisterten Zuhörer ein Genuss, das Duo 2 WoO 27 von Beethoven und die Duo Sonate KV 292 von Mozart zu verfolgen, bevor mit der Bachiana brasileira No. 6 von Heitor Villa-Lobos der letzte besondere Höhepunkt des in einem Guss dargebotenen Konzertes erreicht wurde. Hier zeigten Beide nochmals alle Register ihres außergewöhnlichen Könnens. (fuv) 
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